Die heutige Praxis der Montage von Serienprodukten in Deutschland wird in Zukunft immer weniger zu wirtschaftlich akzeptablen Ergebnissen führen. Die Hersteller von Serienprodukten werden kaum noch bereit sein, für produktspezifisch automatisierte Montageanlagen hohe Investitionen zu tätigen angesichts der Tatsache, dass sich die Montageanforderungen oft so schnell ändern, dass diese Anlagen meist nur einen kleinen Teil ihres theoretischen Lebenszyklus genutzt werden können, wenn man nicht wiederholt in teure Anlagenumbauten investieren will.


Hinzu kommt, dass sich die Hersteller der Produkte stärker auf die Sicherstellung der vom Markt geforderten Produkteigenschaften und deren Anpassung an jeweils neue Anforderungen konzentrieren wollen und deshalb eine größere Bereitschaft spürbar wird, zumindest Teile der Betreiberfunktionen auf einen Partner (z.B. den Anlagenhersteller) zu verlagern, der bessere Voraussetzungen für die Wahrnehmung dieser Aufgabe vorweisen kann. Diese Situation stellt eine Chance für die Anbieter von Montagesystemen dar, wenn sie in der Lage sind, lebenszyklusoptimierte Montagesysteme zu bauen und zusätzliche Dienstleistungen zu erbringen, die zu einem wirtschaftlichen Betrieb der Montagsysteme erforderlich sind.


Die Voraussetzungen zur Nutzung dieser Chance sind heute noch nicht in ausreichendem Maße gegeben.


Abbildung: Problemlage bei Serienproduzenten und deren Montagesystem-Herstellern.